Störche in Mombach und Umgebung

Bruterfolg der Mombacher Störche

Seit einigen Jahren brüten wieder Störche am Rheinufer zwischen Mombach und Budenheim. Ihren Bruterfolg seit 1997 haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Die Daten hierzu haben wir der Web-Seite der Aktion-Pfalz-Storch und dem Jahresbericht 2000 „Pflanzen und Tiere in Rheinland-Pfalz“ des Nabu Rheinland-Pfalz entnommen bzw. durch eigene Beobachtungen gewonnen.

Jahr
Jungstörche
1997
4
1998
3
1999
3
2000
2
2001
4
2002
0
2003
5
2004
4
2005
0
2006
3
2007
1
2008
2
2009
3

 

 

Flugübungen

 

  Störche in Mainz und Umgebung

Die größte Ansiedlung von Störchen im Raum Mainz-Wiesbaden befindet sich in Wiesbaden-Schierstein. Dort hat die Storchengemeinschaft Wiesbaden-Schierstein e.V. gezielt Störche wieder angesiedelt. 1975 fand dort, nach 30 Jahren,  erstmals wieder eine Storchenbrut statt. Mittlerweile brüten im Wiesengelände des städtischen Wasserwerkes und seiner Umgebung mehrere Storchenpaare. Zwischen 1975 und 1999 wurden 446 Jungstörche erbrütet. Im Jahr 2002 brüteten 17 Storchenpaare in Schierstein und 2003 waren es sogar 22 Paare. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Storchengemeinschaft Wiesbaden-Schierstein e.V..

Die Storchengemeinschaft hat beobachtet, dass alle Jungstörche aus Schierstein den Herbstzug mitmachen. Nur einige ältere Tiere bleiben zurück und überwintern. Zu ihnen gesellen sich dann oft einige durchziehende Störche. So kommt es, dass bei uns auch im Winter Störche zu sehen sind. 

Die in Schierstein erbrüteten Jungstörche siedelten sich unter anderem in Südhessen, Baden-Württemberg und in Brandenburg an. Ein Teil der Jungstörche kehrte auch wieder nach Schierstein bzw. in seine Nähe zurück. 

Auch der Storchenhorst zwischen Mombach und Budenheim ist als Teil dieser Population anzusehen. Die Wasserwerkswiesen in Schierstein liegen fast genau gegenüber dieses Horstes auf der anderen Rheinseite. 

Auch die verschiedenen Brutversuche in Budenheim am Umspannwerk (wenige Meter vom Horst am Kreuzerhof) in den Jahren 2002 und 2003 sind den Störchen der Schiersteiner Kolonie zuzurechnen. Ebenso ein in 2002 entstandener seit 2003 mehrfach erfolgreicher Horst auf der Haderaue in Budenheim. Ebenso der Horst in der Budenheimer Kratzaue unweit des Umspannwerkes.

Unser Verein schafft Nahrungsbiotope für die Störche in Mombach und Budenheim. Lesen Sie mehr über unser „Schutzgebiet für Störche“.

 

Jung- und Altstörche in Wiesbaden

In Mainz-Laubenheim bauten Störche im Jahr 2001 einen Horst auf einem Mast der Hochspannungsleitung, die das Laubenheimer Ried durchquert. Dieser Horst war in den Jahren 2002 bis 2004 erfolgreich. Im Jahr 2008 gab es in Laubenheim sogar 3 Storchenhorste.


In Bingen-Gaulsheim gab es 1999 einen ersten Brutversuch von Weißstörchen, der jedoch scheiterte. Mitarbeiter des Nabu-Rheinauen-Zentrums installierten daraufhin 2 Nisthilfen, von denen eine dann auch angenommen wurde. 

Leider hatte das Storchenpaar des Jahres 2000 keinen Bruterfolg. Im Jahr 2001 hat es dann „geklappt“ und das Binger Brutpaar konnte 3 Junge groß ziehen. 

Auch in Bingen-Dietersheim an der Nahe brüten seit 2001 Störche mit wechselndem Erfolg. In 2008 gab es auch einen leider nicht erfolgreichen Horst in Gensingen.

In Ingelheim in der Nähe der Lebertsaue gibt es seit 2004 einen Horst.

Ein weiterer Neststandort der Weißstörche in unserer Region befindet sich auf einem Hochspannungsmast zwischen Mainz-Kostheim und Hochheim. Er ist seit dem Jahr 2005 besetzt.