Der Weißstorch

Ein seltener Vogel – unser Nachbar: 
 
 

 

Alter Ankunft im Frühjahr Bestimmung Bilder Bingen-Gaulsheim
Biotop Brut Bruterfolg in Mombach Den Störchen helfen Eier
Gewicht Größe Helfen Herbstzug Horst
Klappern Mainz-Laubenheim Nahrung Nest Nestbau
Schutzmaßnahmen Störche in Mainz und Umgebung Überwinterung Unterarten Verbreitung
Wiesbaden-
Schierstein
Zugscheide      


 

Wissenswertes und Interessantes über die Weißstörche und ihre Lebensweise

 

Herbstzug: Im August und September ziehen die meisten Störche in den Süden. Wenige überwintern auch bei uns, wenn sie günstige Nahrungsbedingungen vorfinden bzw. gefüttert werden. So bleiben in unserer Region immer einige Störche der Schiersteiner Population. 

Die Störche ziehen auf 2 Hauptrouten in den Süden. Eine Route führt über Frankreich und Spanien nach Marokko und weiter nach Westafrika. Die Ostroute führt über Bulgarien, die Türkei, Israel und Ägypten nach Ost– und Südafrika. 

Durch Deutschland zieht sich eine unsichtbare Grenze, die so genannte Zugscheide. Von Holland verläuft sie zum südwestlichen Rand des Harzes, dann nach Bayern bis zum Rand der Alpen. Sie trennt die Störche, die die West– bzw. die Ostroute benutzen. 

Auf dem Zug legen die Störche große Entfernungen zurück. Die Ostzieher,  die Südafrika erreichen, legen ca. 10.000 km zurück. Um so große Entfernungen überbrücken zu können, nutzen die Störche eine besondere Technik. Mithilfe der Thermik lassen sie sich in große Höhen tragen und segeln dann weite Strecken. Dabei verlieren sie langsam an Höhe. Wenn sie dann dem Boden zu nahe kommen suchen sie eine neue Thermik und der Prozess beginnt von vorne. Bei diesen Segelflügen können sie Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 100 km erreichen. Da sie die Hilfe der Thermik benötigen, können sie nur am Tage ziehen und meiden weite Strecken über das Meer. 
 
 

Jung- und Altstorch am Kreuzehof

Überwinterung: Die Westzieher überwintern südlich der Sahara in der Sahelzone, im Senegaltal und -delta, im Niger-Binnendelta und dem Tschadbecken. Die Ostzieher überwintern im östlichen und südlichen Afrika. 

Nahrung: Die Störche ernähren sich ausschließlich von tierischer Nahrung. Sie nutzen alle Nahrungsquellen, die einfach zugänglich und ausreichend vorhanden sind. In unserem Land erbeuten sie hauptsächlich Mäuse, Maulwürfe, Käfer, Heuschrecken, Regenwürmer und die Larven von Wiesenschnaken. 

In anderen Gegenden stehen Amphibien, Fische, Schnecken und weitere Arten als Beutetiere im Vordergrund. Als Nahrungsbiotope sind kurzrasige Wiesen und Feuchtgebiete von besonderer Bedeutung. Wichtig ist, dass den Störchen ein abwechslungsreicher Lebensraum zur Verfügung steht, der immer genügend Nahrung bietet. 
 
 

Storch beim Trinken

 

Ein ausgewachsener Storch benötigt ca. 500 Gramm Nahrung täglich. Der Storchenforscher Pinowski hat ermittelt, dass die Jungstörche je nach ihrem Alter (durchschnittlich) zwischen 366 Gramm (3 - 5 Tage alt) und 1581 Gramm (51 - 53  Tage alt) benötigen. Das bedeutet, dass die Storcheneltern mit 4 Jungen bis zu 7 kg Nahrung beschaffen müssen. Insgesamt werden für die Aufzucht eines Jungstorches zwischen 16 und 28 kg Nahrung benötigt, abhängig von der Art der Beutetiere. Weitere Informationen zum Thema Nahrung finden Sie hier

Klappern: gehört bei den Störchen zum Handwerk. Sie klappern, um Ihren Partner am Horst zu begrüßen. Die Jungstörche klappern, wenn die Eltern mit Futter zum Nest kommen. Das Klappern dient aber auch als Droh– und Abwehrlaut gegen fremde Störche und Greifvögel. Beim Klappern legen die Störche den Kopf nach hinten, bis er fast den Rücken berührt.