Pflegemaßnahmen

Um den vielfältigen Gefährdungen der Natur im Mombacher Oberfeld entgegen zu wirken, führt der Arbeitskreis verschiedene Pflege- und Säuberungsmaßnahmen durch.

Mit den Säuberungsaktionen wollen wir das Gebiet in einem naturnahen Zustand erhalten und die Kontrolle zukünftiger illegaler Abfallablagerungen erleichtern. Durch die Säuberungen wird zudem der Eindruck vermieden, es kümmere sich niemand um das Gebiet. In einem solchen, unkontrollierten Bereich fällt es dann vielen Mitmenschen, leichter ihren Müll illegal zu entsorgen. Mit anderen Worten: Müll zieht weiteren Müll an. Dem wollen wir entgegen wirken. 

Illegale Müllablagerungen

Säuberungsmaßnahme

Säuberungsmaßnahme

Ziel unserer Pflegemaßnahmen ist es, die vielfältigen Strukturen im Mombacher Oberfeld zu erhalten. 

Durch den starken Rückgang der landwirtschaftlichen Nutzung fallen immer mehr Grundstücke brach. Langjährige Brachen werden von Büschen wie Hartriegel und Brombeere überwachsen. Die Obstbäume auf diesen Parzellen werden von der Waldrebe überwuchert und sterben ab. 

Diesen Tendenzen wollen wir durch unsere Pflege entgegen wirken. Dazu haben wir eine Reihe von Grundstücken von der Stadt Mainz und privaten Eigentümern gepachtet. Diese Grundstücke wurden von uns entbuscht und mit jungen,  hochstämmigen Obstbäumen bepflanzt. 

Eines unserer Pflegegrundstücke im Mombacher Oberfeld in verschiedenen Stadien der Pflege

Um zu verhindern, daß das Buschwerk auf den gepflegten Flächen wieder die Oberhand gewinnt, werden diese einmal jährlich (anfangs auch öfter) gemäht. Die Obstbäume werden regelmäßig geschnitten und gepflegt. Bei neu gepflanzten  Bäumen wird in den ersten Jahren eine Baumscheibe freigehalten. Bei großer Trockenheit werden die Bäume in den ersten Jahren auch gegossen. Einige Obstsorten besonders die typischen Aprikosen (Mombacher Dialekt: „Maleten“) und teilweise auch Kirschen müssen gegen die Monillia-Spitzendürre behandelt werden, um eine erfolgreiche Aufzucht zu gewährleisten. 

Sommer wie Winter führen wir unsere Pflegemaßnahmen im Oberfeld durch

Für Bereiche, in denen sich Ausläufer der Kalkflugsanddünen des Mainzer Sandes befinden, richten wir unsere Pflege auf den Schutz der Sandflora aus. Dort werden weniger Bäume gepflanzt, um größere freie Flächen zu erhalten. Um den typischen, meist seltenen Pionierpflanzen des Sandrasens bessere Bedingungen zu bieten, bekämpfen wir das Landreitgras . Durch Pflügen von betroffenen Flächen wird dieses Gras zurückgedrängt. Der hohe Nährstoffeintrag aus der Luft begünstigt diese Pflanze, die die seltenen Arten des Sandrasens verdrängt und erstickt. Deshalb versuchen wir auch den Sandflächen Nährstoffe zu entziehen (auszumagern), um so die Sandpflanzen zu fördern.