Aktion 6 2005

Schnee im Gonsbachtal

Pflegeaktion am 19.02.05

Samstag, den 19.02.05, als wir aus dem Fenster schauten, gab es eine große Überraschung. Es liegt Schnee! Ausgerechnet heute! Die ganze Woche war schönes Wetter. Heute wollen wir doch mit den Schülern und Eltern des Gymnasiums Gonsenheim die jährliche Pflegemaßnahme im Gonsbachtal durchführen.

Da hätte das Wetter doch einmal ein Einsehen mit uns haben können. Schließlich müssen wir unsere „Arbeit“ doch finden.

Eine Überraschung – es liegt Schnee! – Bild: Jürgen Weidmann

Aber über das Wetter klagen hilft nicht. Und absagen macht auch keinen Sinn. Schließlich muss das Schnittgut von der Fläche abtransportiert werden. Die Schüler und Eltern, die sich diesen Vormittag freigenommen haben wollen wir auch nicht enttäuschen.

Und so treffen wir uns dann um 10.00 Uhr mit Frau Entenmann und ihren Schülern sowie mit unseren Freunden von der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft (RNG).

Biotopfleger Hans-Jürgen Dechent gibt eine kurze Einführung. Er erklärt, was zu tun ist, und warum dieses Gebiet so schützenswert ist. Die Flächen, um die wir uns heute kümmern, sind Reste des sogenannten „Kleinen Sandes“. Einem Gebiet mit Kalkflugsanden ganz ähnlich dem „Mainzer Sand„.

Trotz Schnee geht unsere Pflegeaktion gut voran – Bilder: Jürgen Weidmann

Die Schüler und Eltern „bewaffnen“ sich sehr bald mit Rechen und anderem Werkzeug. Entgegen unseren Befürchtungen bereitet es keine Probleme das Schnittgut zusammenzutragen. Zwischendurch finden viele der jungen Helfer Gelegenheit zu einer Schneeballschlacht oder anderen Vergnügungen.

Während die Einen das alte Gras zum Wegrand bringen, helfen Andere die Stockausschläge von Sträuchern und Robinien zurückzuschneiden. So wird vermieden, dass diese Pflanzen die wertvollen Sandflächen überwuchern und die seltenen Arten verdrängen. Die seltenen Pflanzen benötigen viel Licht und Luft, um zu überleben.

Eine warme Suppe tut bei diesem Wetter gut! – Bilder: Jürgen Weidmann

Um die wertvollen Naturschutzflächen vor dem Befahren mit Autos zu schützen, graben andere Helfer hölzerne Poller entlang der Wegränder ein.

Gegen Mittag gibt es dann eine wohlverdiente Stärkung. Die RNG hat wieder gut für uns alle gesorgt. Die heiße Suppe mit Würstchen, Brötchen und die Getränke finden guten Zuspruch.

Nach dem Essen tragen wir das Werkzeug zusammen. Unsere Arbeit ist damit getan. Im kommenden Jahr haben die seltenen Sandpflanzen wieder gute Bedingungen zum Überleben.