Aktion 5 2016

 

Biotop-Pflege nach Feierabend im Großen Sand am 21.7. und 3. 8. 2016

Trotz mehrerer Artikel in den Tageszeitungen litten unsere Einsätze nach Feierabend dieses Jahr an Teilnehmermangel, was wohl dem häufigen Regen geschuldet war.

Aber ein tapferes Häuflein nicht abzuschreckender Helfer fand sich ein, um den ‚Befall‘ mit Robinien einzudämmen. Die Robinien aus den Randbereichen des Mainzer Sandes und aus dem Schutzstreifen zum Westring hin, sollen keinesfalls in den Kernbereich des Naturschutzgebietes vordringen. Deshalb müssen die Stockausschläge immer wieder zurück geschnitten werden. Dies ist nötig da sich auch noch viele Jahre nach dem Fällen eines Baumens immer wieder neuen Austriebe bilden.

Mit der Hilfe von Astscheren werden die dornigen Robinien zurückgeschnitten.

Bilder: Doris Schlitz-Salvado


Bei beiden Aktionen mussten wir leider feststellen, dass die im Naturschutzgebiet geltende Anleinpflicht für Hunde nur von der Hälfte der Hundebesitzer eingehalten und überhaupt akzeptiert wird. Hier wäre Abhilfe dringend geboten. Die Hunde können mit Nährstoffeintrag durch Kot und Urin die seltenen Pflanzen des Gebietes schädigen. Auch durch Buddeln nach Kaninchen und anderen kleinen Säugetieren kommen die Pflanzen in Gefahr. Deshalb unsere Bitte an alle Hundehalter, bleiben Sie bitte auf dem erlaubten Weg und lassen sie die Tiere nicht frei laufen.
Die Robinien schaden den seltenen Pionierarten des Mainzer Sandes einerseits durch den Schattenwurf. Andererseits können die Robinien in ihren Wurzeln Stickstoff anreichern. Sie bringen so in das nährstoffarme Gebiet des Mainzer Sandes zusätzliche Nährstoffe ein. Schaffen so gute Voraussetzungen für sich selbst und andere Nährstoffe liebende Arten. Letzteres wiederum ist dann zum Nachteil der Sandarten, die mit der großen Nährstoffarmut zu Recht kommen und sich so ihre ökologische Nische sichern.

Pflegearbeiten im Mainzer Sand

Doris Schlitz-Salvado

Eine zweite wichtige Aufgabe war die Entfernung der Samenstände des Land-Reitgrases, das sich leider im Großen Sand ausbreitet. Das Land-Reitgras bildet dichte Bestände. Wärme und Licht kommen so nicht mehr an den Sandboden und somit stehen die Flächen mit Land-Reitgras für die Besiedlung durch die seltenen Pflanzen nicht mehr zur Verfügung.