Aktion 5 2013

 

Große Hilfe für die Mainzer Steppe

Biotop-Pflege im europäischen Naturerbe

Der heutige Aktionstag war ganz der Pflege unserer europaweit einmaligen Sandflora gewidmet, deren ursprüngliche Ausdehnung von Ingelheim über Frankfurt bis weiter südlich nach Heidelberg auf das unter höchsten Schutz stehende Naturschutzgebiet Mainzer Sand und eine andere kleine Flächen zusammen geschrumpft ist.

Dieser einmalige Standort vieler vom Aussterben bedrohten Arten, bedarf immer wieder unserer besonderen Aufmerksamkeit um den heutigen Status weiter zu erhalten. Begrüßt wurden wir von der schwarzen Farbvariante der Raupe des Labkrautschwärmers.

Raupe des Labkrautschwärmers
Bild: Doris Schlitz Salvado

Die Sand-Silberscharte eine der Seltenheit des Mainzer Sandes
Bild: Jürgen Weidmann

Nicht nur Menschen pflegen den Mainzer Sand. Auch Schafe werden zur Pflege eingesetzt, sie schaffen ebenso wie wir offene Flächen auf denen die seltenen Arten wieder genug Licht und Lift haben. Zudem entziehen sie Gebiet einen Teil der Nährstoffe, die über die Luft eingetragen werden.

Schafe pflegen den Mainzer Sand
Bilder: Doris Schlitz-Salvado

Negative Wirkung hat auch das Moos, das sich im Mainzer Sand mittlerweile vermehrt bildet. Deshalb greifen die Naturschützer auch hier pflegend ein, da die Samen der Sand-Lotwurz und Sand-Silberscharte einen sandigen Untergrund zum Keimen bevorzugen.

Das Moos muss weg!
Bilder: Doris Schlitz-Salvado
Die Sandlotwurz
Bild: Jürgen Weidmann

Unter den Kiefern wurde der Brombeerbewuchs entfernt, um weitere Verschattung des Sandbodens zu verhindern. Durch den Abtransport des Pflanzenmaterials werden der Fläche Nährstoffe entnommen. Das ist wichtig, denn nur so haben die seltenen Sandpflanzen die auf trockenen und nährstoffarmen Standorten wachsen eine Chance zu überleben.

Licht und Luft für die seltenen Sandpflanzen
Bilder: Doris Schlitz-Salvado

An den Randgebieten wurden vorwiegend gebietsfremde Gehölze wie Ahornarten und Robinien entfernt, die durch ihren Schatten und Laubwurf die Lebensbedingungen im Mainzer Sand stark negativ beeinflussen

Viele junge Bäume mussten weichen, damit die seltene Arten Lebensraum finden
Bilder: Doris Schlitz-Salvado

 

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