Aktion 3 2005

Störche bekommen Hilfe aus Frankreich

Besucher des Weltjugendtages bei Biotoppflege

Der Verbesserung der Nahrungssituation für die Störche in Mombach und Budenheim galt unsere Aktion am Samstag den 13.08.05.

Wir hatten den Termin schon einige Wochen lang festgelegt, als uns ein Anruf aus Heidesheim erreichte. Die katholische Pfarrgemeinde Heidesheim-Wackerheim suchte für „Ihre“ Weltjugendtagsgäste eine sinnvolle Tätigkeit für den Tag des sozialen Engagements. Zum Glück für beide Seiten sollte dieser Tag auch am 13.08.05 stattfinden. Und so wurde kurzerhand beschlossen die Aktion gemeinsam durchzuführen.

Eine kleine Fahrzeugkolone der Heidesheimer und Wackerheimer Gastgeber brachte die 14 französischen Jugendlichen zu uns nach Mombach ins Unterfeld. Hans Jung gab eine kleine Einführung in die bevorstehende Aufgabe, die von Frau Hartmann ins Französische übersetzt wurde.

Das „Heidesheimer Logo“ zum Weltjugendtag

Ziel unserer Aktion war es nestnahe Nahrungsbiotope für die in Mombach brütenden Weißstörche zu schaffen. Kurze Entfernungen zwischen Horst und Nahrungsbiotopen sind für den Bruterfolg der Störche besonders wichtig. Deshalb bemühen wir uns um die Pflege und Erweiterung der Nahrungsbiotope im Mombacher Unterfeld und dem angrenzenden Budenheimer Gelände. Dazu entwickeln wir ehemalige Gemüseäcker zu Wiesen.

Behindert wird dieses Vorhaben jedoch durch die kanadische Goldrute. Eine Pflanze, die in Blumensträußen sehr dekorativ ist. In der freien Landschaft besiedelt sie jedoch schnell große Flächen und verdrängt dann alle anderen Pflanzen. Deshalb hat sie auf den „Storchenwiesen“ nichts zu suchen. Um sie zurückzudrängen, wollten wir sie an diesem Morgen ausgraben.

Nachdem alle verstanden hatten, um was es ging, warum wir es tun und wie man es am besten macht, wurden Spaten und Grabgabeln verteilt und es ging an die Arbeit.

Bei der Arbeit – Mit Spaten und Grabgabel bekämpfen wir die Goldrute ( Bilder: E-M. Hartmann)

Die französisch/deutsche Zusammenarbeit funktionierte wunderbar. Alle packten kräftig mit an uns so hatten wir gegen 12.00 Uhr eine sehr große Fläche von der Goldrute befreit. Das war gerade die richtige Zeit für eine Stärkung.

Hans Jung und Jürgen Weidmann hatten Bratwürste gegrillt und viele der Helfer vom Arbeitskreis hatten Salate mitgebracht. Brötchen und Getränke waren auch da. Während des Essens hatten wir dann gute Möglichkeiten die Gäste aus Frankreich besser kennen zu lernen. Wir erfuhren, dass sie aus Auxonne stammen und zu einer größeren Gruppe mit insgesamt 52 Jugendlichen gehörten, die an diesem Tag auch noch andere Projekte durchführte. So halfen sie im Diakoniezentrum ZOAR in Heidesheim, im katholischen Kindergarten und am Heidesheimer Rheinufer. Auch über Sport und Naturschutz wurde viele gesprochen.

Gemeinsam kommen wir gut voran! Herzlichen Dank an unsere Helfer aus Frankreich! ( Bilder: E-M. Hartmann)

Nachdem gegen 13.00 Uhr unsere Helfer abgeholt wurden, setzte eine kleine Gruppe von Mitgliedern des Arbeitskreises die Arbeiten im Unterfeld fort. Auf einer der Wiesen stand noch ein alter Zaun, der immer beim Mähen stört. Ihn galt es abzubauen.