Aktion 2 2014

 

„After Work Einsatz“ für Nadelröschen und gegen die Robinine im Mainzer Sand

Im Mainzer Sand führen wir eine Vielzahl von Pflegemaßnahmen durch. Einige dienen der Erhaltung der Biotope selbst andere sind gezielte Schutzmaßnahmen für einzelne Arten.

Dem Erhalt des seltenen Nadelröschens diente die Maßnahme am 21.08.14 für den unsere fleißigen Helfer Ihren Feierabend geopfert hatten.

Da Kaninchen das Nadelröschen als äußerst schmackhaft einstufen, wurde eine bereits bestehende Schutzfläche für diese seltene vergrößert und mit einem „Nagerabwehrzaun“ versehen. Der Bestand des Nadelröschens konnte in den letzten Jahren durch diese Maßnahme, die in Zusammenarbeit mit der Biotoppflege stattfinden stabilisiert werden. Wir hoffen durch die Vergrößerung der Fläche auf weitere Jungpflanzen.

Arbeiten zu Schutz des Nadelröschens und Nadelröschen
Bilder: Doris Schlitz-Salvado


Eine Maßnahme die der Erhaltung der Sandbiotope ganz allgemein dient ist die Bekämpfung der Robinie im Mainzer Sand.

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Robinie ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) in der Familie der Hülsenfrüchtler. Zur Keimung benötigen die Pflanzen sehr viel Sonnenlicht. Diese Eigenschaften bedingen die Pionierfähigkeit der Robinie. Ausgehend von bereits bestehenden Samenbäumen ist die Robinie sehr schnell in der Lage, neue offene Standorte zu bewachsen; die Art neigt sehr stark zum Verwildern, dadurch werden die im Großen Sand ohnehin gefährdeten Arten verdrängt.

Eine besondere Gefährdung der Sandflora durch die Robine entsteht darin, das die Robine in der Lage ist, Luftstickstoff mit Hilfe symbiotisch mit ihr lebender Knöllchenbakterien zu binden. Auf stickstoffarmen Standorten hat diese Baumart daher einen Konkurrenzvorteil gegenüber anderen Arten und reichert den Boden mit Närstoffen an.

Am 21. August lag der Schwerpunkt auf dem Gebiet rechts und links des Einganges zum Großen Sand am Westring. Dank vieler Helfer konnte dort der überwiegende Teil des Robinienaustriebs entfernt werden.

Mit Astscheren werden die Stockausschläg der Robinen entfernt
Bilder: Doris Schlitz-Salvado

Der „Robinienaktion“ zweiter Teil fand am 16. September wieder mit reger Teilnahme und allerbestem Wetter statt! An diesem Tag lag der Schwerpunkt des Schnitts auf dem südlichen und westlichen Teil des Großen Sandes bis zur Brücke über die A643

Arbeiten zu Schutz des Nadelröschens und Nadelröschen
Bilder: Doris Schlitz-Salvado


Wir danken nochmals allen fleißigen Helfern, die durch die Pressemitteilung in der Allgemeinen Zeitung auf diese Aktion aufmerksam gemacht wurden!

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