Aktion 2 2007

Einweihung der Storchenwiesen

Arbeitskreis stellt Schutzgebiet vor

am 30.06.07


Als wir am Samstag morgen auf unseren Flächen ankamen, dauerte es nicht lange und schon gab es die erste Überraschung. Lange hatten wir überlegt, wie man genau das erreichen könnten, eine Lösung hatten wir aber nicht gefunden. Und nun das! Wir waren wir gerade aus unseren Autos ausgestiegen und schon war er da. Der erste Gast ein Storch!

Mehr als eine Stunde suchte er nach Nahrung und so konnten ihn auch noch unsere ersten menschlichen Gäste bewundern.

Dazu zählten viele Interessierte Bürger aus Mombach und Budenheim ebenso Vertreter des Gemeinderates Budenheim, des Nabu Mainz, der Rheinisch Naturforschenden Gesellschaft und der Naturschutzgruppe Ingelheim hatten sich als Gäste eingefunden.

Die Mombacher Ortsvorsteherin Dr. Eleonore Lossen-Geißler, freute sich das durch die neuen Naturschutzflächen einmal mehr deutlich wird, dass Mombach viel mehr zu bieten hat als Industrie und Gewerbe. Im Interesse und Namen der Störche regte sie eine gemeinsame Säuberung der Laach an. Dieser Graben gehört zum Naturschutzgebiet Mombacher Rheinufer und grenzt genau an die neuen Flächen an. Leider ist er stark durch Müll und Unrat verschmutzt.

Unser erster Gast: ein Storch
Bild Jürgen Weidmann
Die Mannschaft vom Arbeitskreis Umwelt Mombach und ein Gast
Bild: Rosi Weidmann

Budenheims Bürgermeisters Rainer Becker betonte den hohen Wert, den die Natur in unserer dicht besiedelten Landschaft hat. Er danke unserem Arbeitskreis für die geleistete Arbeit und bot seine Unterstützung bei der Fortführung des Storchenprojektes an. Als Zeichen dieser Unterstützung übergab Bürgermeister Becker uns eine Spende.

Der Mainzer Umweltdezernenten Wolfgang Reichel dankte der Stiftung Natur und Umwelt sowie allen, die den Kauf der Flächen unterstützt haben. Er dankte besonders unserem Verein für die gute Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Storchenkonzepts der Stadt Mainz, in das auch die neuen Flächen eingebunden sind.

Jürgen Weidmann, unser Vereinsvorsitzender hob die entscheidende Rolle der Stiftung Natur und Umwelt, Rheinland-Pfalz bei der Finanzierung der neuen Flächen hervor. Er danke der Stiftung und auch den vielen Spendern, die das Projekt unterstützt haben. Ebenso dankte er für die Hilfe der Projektpartner Stadt Mainz und NABU Mainz. Er zeigte aber auch auf, dass die ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder, einen wichtigen Beitrag zum Entstehen des Biotops leistet. Er rief die Mitbürger auf sich aktiv an dieser Arbeit zu beteiligen und den Verein zu unterstützen.

Zum Abschluss gab er ein Ausblick auf die Fortsetzung des Storchenprojektes. Mithilfe der Stiftung Flughafen Frankfurt für die Region werden wir weitere Flächen im Gebiet erwerben und in Nahrungsgebiete für die Störche verwandeln.

Ortsvorsteherin Dr. Eleonore Lossen-Geißer, Bürgermeister Rainer Becker, Umweltdezernet Wolfgang Reichel und Arbeitskreis Vorsitzender Jürgen Weidmann – Bild: Rosi Weidmann
Gäste des Arbeitskreises stoßen auf den Erfolg der Maßnahme an.
Bild: Rosi Weidmann

Natürlich hatten wir in Punkto Verpflegung nicht nur für die Störche vorgesorgt. Auch für die anderen Gäste gab es etwas zu Essen und zu Trinken. So gestärkt konnten unsere Gäste bei einer kurzen Führung das künftige Biotop kennenlernen. Es ist mehr als ein Hektar groß und liegt beiderseits der Gemarkungsgrenze zwischen Budenheim und Mombach.. Nach einer ersten Säuberung werden die Wiesen nun regelmäßig gemäht.

Als nächsten Schritt will der Arbeitskreis Umwelt Mombach zusammen mit Schulklassen und anderen Helfern einen oder zwei flache Teiche in dem Gebiet zu bauen. Dort wo die Grundstücke an das Naturschutzgebiet Mombacher Rheinufer angrenzen, soll ich sich ein breiter Schilfgürtel entwickeln.
Die entstehenden Biotope sollen Lebensraum für viele Arten der Wiesen werden. Insekten, Amphibien und Pflanzen sollen ebenso profitieren wie die Störche und andere Vögel.

Eine Teilfläche soll mit Kopfweiden und Büschen auch anderen Arten eine Lebensraum bieten. Eine Hecke soll die neuen Grundstücke zu den Nachbarn hin abgrenzen, für Ruhe sorgen und ein zusätzliche Strukturelement sein.

Ein gemeinsamer Besuch am Kreuzerhof bildete das Ende der Veranstaltung. Dort konnten die Gäste des Arbeitskreises einen Jungstorch und seinen Eltern sehen.

Der Arbeitskreis Umwelt Mombach informiert über seine Arbeit.
Bild: Rosi Weidmann