Aktion 1 2009

Werzbüsch – Sammeln

am 14.08.09

Schon kurz außerhalb des Ortes finden sich erste Kräuter am Wegesrand Bild: Jürgen Weidmann

Ihr Kerbegeld wollten sich die Teilnehmer unserer Führung zum Sammeln der traditionellen Werzbüsch nicht aufbessern. Früher jedoch bekamen die Mombacher Kinder ihr „Kerbegeld“ oder einen Teil davon für das Sammeln der traditionellen Kräutersträuße, die anderswo auch als Würzwisch bekannt sind. Die Kräutersträuße wurden früher in Stall oder Scheune gehängt und sollten Mensch und Tier vor Krankheiten sowie die Gebäude vor Blitzschlag schützen.

Nur wer fleißig sammelt kann später einen schönen Werzbusch mit nach Hause nehmen -Bild: Jürgen Weidmann

Die im Werzbusch enthalten Kräuter dienten auch als Heilkräuter. Am Freitag, den 14.08.09 ab 18.00 Uhr trafen sich die Teilnehmer unserer Führung. Von der Kreuzkapppelle wanderten wir am Rande des Oberfeldes entlang. Am Wegesrand konnten wir viele der Kräuter finden, die gemäß der Tradition in den „Werzbusch“ gehören.

So zum Beispiel die „Silberbelle“ (so der Mombacher Dialekt) oder auch Silberpappel, auch die wilde Möhre, die im Volksmund „Storchen- oder Vogelnest“ heißt fanden sich dort. Unser stellvertretender Vorsitzender, der bekannte Wild- und Heilkräuterkoch Hans Jung erklärte die Heilwirkung vieler Kräuter. Zur Bedeutung der Kräuter und den Gründen warum sie in den Werzbusch gehören gab es viele Informationen, auch dank der Fachkunde vieler unserer Teilnehmerinnen.

Der kurzweilige Rundgang fand sein Ende an unserem Vereinsauto in dem Hans Jung noch einige Kräuter bereithielt, die wir am Wegesrand nicht finden konnten, die aber in den Werzbusch gehören.

In der Messe am folgenden Tag konnten die Teilnehmer die Werzbüsch in der Herz-Jesu Kirche weihen lassen.